Drei Generationen

Die drei Generationen des Agglomerationsprogrammes und ihre Schwerpunkte

Die dritte Generation 

Das Agglomerationsprogramm Luzern der dritten Generation baut auf der Gesamtkonzeption der beiden früheren Generationen auf und stellt eine gezielte Aktualisierung sowie Weiterentwicklung dar. Es enthält Massnahmen mit Realisierungsbeginn zwischen 2019 und 2022 und wurde vom Kanton Luzern unter Co-Federführung des regionalen Entwicklungsträgers LuzernPlus und des Verkehrsverbunds Luzern erarbeitet und koordiniert.

Die bereinigte Fassung des dritten Agglomerationsprogrammes wurde im November 2016 von den Delegierten des Entwicklungsträgers LuzernPlus zustimmend zur Kenntnis genommen sowie vom Regierungsrat des Kantons Luzern als Träger des Agglomerationsprogramms Luzern im Dezember 2016 unter Einbezug der Nachbarkantone Nidwalden und Schwyz beschlossen. Im Dezember 2016 wurde das Programm den Bundesbehörden zur Prüfung eingereicht. Die Mittelfreigabe des Bundes erfolgt aufgrund einer Wirkungs- und Kostenbeurteilung sowie auf der Basis des neuen Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrs-Fonds. Die Vernehmlassung des Bundes zum dritten Agglomerationsprogramm dauert bis zum 30. April 2018. Der Bundesrat wird die Botschaft zum Bundesbeschluss voraussichtlich im September 2018 verabschieden. Der Bundesbeschluss über die Verpflichtungskredite für die Beiträge ab 2019 soll im Frühling/Sommer 2019 durch die Bundesversammlung erfolgen.

Schwerpunkte
• Verstärkte Siedlungsentwicklung nach innen
• Gesamtverkehrskonzepte für Luzern Nord, Ost und Süd sowie Luzern West
• Verbesserung der Qualität des Verkehrssystems
• Förderung des Fuss- und Veloverkehrs

Die zweite Generation

Das zweite Agglomerationsprogramm baut grundsätzlich auf der Gesamtkonzeption des AP LU 1G auf und entwickelt dieses gestützt auf das Zukunftsbild 2030 und die Gesamtstrategie 2030 weiter. Das Bundesparlament beschloss Ende 2014, dass der Bund die mitfinanzierten Massnahmenpakete zu 35 Prozent unterstützt. Das AP LU 2G ist im 2015 teilrevidierten kantonalen Richtplan behördenverbindlich verankert und die Leistungsvereinbarung für das AP LU 2G zwischen Bund und Kanton Luzern konnte im Dezember 2015 unterzeichnet werden. Gestützt darauf können die Finanzierungsvereinbarungen für jedes unterstützte Projekt sowie die Projekte selbst sukzessive konkretisiert und umgesetzt werden.

Schwerpunkte
• Mehr Kapazität durch Verkehrsmanagements mit Bus-Priorisierungen
• Verbesserung des ÖV, insbesondere bessere Verknüpfung von Bahn und Bus
• Aufwertung des Velowegnetzes

Die erste Generation 

Das erste Luzerner Agglomerationsprogramm mit insgesamt 24 Massnahmenpaketen wurde ab 2003 erarbeitet und Ende 2007 dem Bund zur Beurteilung eingereicht. Gestützt auf den Bundesbeschluss von 2010 und den vom Bundesrat 2011 genehmigten, gesamtrevidierten kantonalen Richtplan wurde Ende August 2011 die Leistungsvereinbarung zwischen Bund und Kanton Luzern zur gesamthaften Umsetzung des AP LU 1G unterzeichnet. Seither wurden verschiedene planerische und infrastrukturelle Projekte umgesetzt.

Schwerpunkte
• Steuerung des Verkehrsflusses auf den Hauptzugangsachsen
• ÖV-Angebotsausbau auf Strasse und Schiene «AggloMobil»
• Langfristiger Ausbau des übergeordneten Strassen- und Schienennetzes